Woran erkennt man, dass das Reifenprofil abgefahren ist?
Das wichtigste Anzeichen für einen abgefahrenen Reifen ist die geringe Profiltiefe. In den Profilrillen befinden sich Verschleißindikatoren (TWI), die anzeigen, wann die gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht ist. Ist das Profil auf gleicher Höhe mit diesen Markierungen, sollte der Reifen ersetzt werden.
1,6 mm sind die gesetzliche Untergrenze
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt in Deutschland und Österreich für viele Pkw-Reifen 1,6 mm im Hauptprofil. Bei Winterreifen empfiehlt sich jedoch ein Austausch bereits bei etwa 4 mm, da Haftung und Fahrsicherheit darunter deutlich nachlassen. In Österreich ist diese 4-mm-Grenze für Radial-Winterreifen bei vorgeschriebener winterlicher Verwendung auch rechtlich relevant.
Wenn das Profil mit den Verschleißindikatoren bündig ist, ist die Verschleißgrenze erreicht.
Einseitig abgefahrene Reifen können auf falschen Luftdruck, Achsgeometrie oder Fahrwerksprobleme hinweisen.
Beschädigungen an Lauffläche oder Seitenwand sind ein klares Signal für eine Prüfung oder den Wechsel.
Sichtbare Verstärkungen bedeuten: Der Reifen ist nicht mehr betriebssicher.
Regelmäßig prüfen lohnt sich
Neben der Profiltiefe können auch ungleichmäßiger Verschleiß, Risse, Beulen oder sichtbare Gewebe- beziehungsweise Stahlverstärkungen auf einen notwendigen Reifenwechsel hinweisen.
Regelmäßige Kontrollen erhöhen die Fahrsicherheit, verbessern die Straßenhaftung und können den Bremsweg verkürzen.
Rechtliche Einordnung
Die Angaben beziehen sich auf allgemeine Pkw-Reifen. Je nach Fahrzeugklasse, Einsatz und Land können weitere Anforderungen gelten.